Aktiv schon vor dem Pflegefall

21.05.2018 Promedica24 Redaktion
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Nicht auf den Fall der Fälle warten.

Pflegefälle kommen plötzlich, aber oft gibt es schon lange vor Ausbruch einer Krankheit deutliche Anzeichen. Ein Pflegefall kann aber auch aufgrund eines Unfalls eintreten.

Doch immer gilt: Wenn es dazu kommt, muss es schnell gehen. Betroffene leiden Schmerzen und machen sich Sorgen. Angehörige spüren den Druck, neben dem Alltag eine solch überraschende und belastende Situation bewältigen zu müssen. Nun heißt es, kurzfristige Entscheidungen zu treffen. Es geht um Kosten, finanzielle Unterstützung, um zeitliche Kapazitäten und die Bedürfnisse des zu Pflegenden und der Angehörigen. Begleitet werden die Angehörigen von einer großen Verunsicherung, denn das Thema Pflege ist enorm komplex. Gerade nach Feiertagen werden Familien aktiv, da sie mit eigenen Augen gesehen haben, dass die Mutter oder der Vater nicht mehr alleine zurechtkommt. Dann wird aber die Zeit schon knapp und Hektik entsteht.

Man ist allerdings nur in der Lage eine richtige Entscheidung zu treffen, wenn man vorbereitet ist, wenn man Optionen kennt und Situationen grundsätzlich einschätzen kann.

Gespräche in der Familie helfen dabei, Berührungsängste zu mildern und Tabus zu brechen. So kann in einer unbelasteten Gesprächssituation bereits Klarheit über die Wünsche und Interessen der hilfebedürftigen Person entstehen.

Klären Sie die folgenden Fragen, um für den Notfall gewappnet zu sein:

  • Kann sich die hilfebedürftige Person eine Unterbringung in einem Pflegeheim vorstellen oder möchte sie mit Unterstützung im eigenen Zuhause wohnen bleiben?
  • Wie steht es um die finanzielle Vorsorge und die mögliche Hilfe durch Angehörige?
  • Müssen Vollmachten für Ämter und Ärzte erteilt werden?
  • Was muss ich über die Leistungen der Pflegeversicherung wissen, welche Beratungsstellen und Ärzte können mit kompetenten Ratschlägen zu Versorgungsmöglichkeiten helfen?
  • Wo bekomme ich konkrete Informationen zu stationärer Pflege oder den verschiedenen ambulanten Pflege- und Betreuungsmodellen, wie es zum Beispiel PROMEDICA PLUS mit einer bezahlbaren 24 Stunden-Betreuung und Pflege anbietet.

Im Familienrat können die Angehörigen besprechen, wie eine kommende Belastung auf mehrere Schultern verteilt werden kann. Zu klären ist auch, wer in der Lage ist zu helfen. Und ganz wichtig, wie ist dies alles zu bewältigen, ohne die Würde und die Gefühle des Hilfebedürftigen zu verletzten.