Diabetes bei Senioren: Symptome & Ursachen

18.06.2021 Promedica24-Redaktion
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Diabetes ist eine chronische Zuckererkrankung. Es liegt dabei entweder Insulinmangel oder eine Insulin-Dysfunktion vor, wodurch der Blutzucker steigt. Die Zuckerkrankheit ist unheilbar, aber mittlerweile gut behandelbar. Diabetes bei Senioren ist eine typische Folgeerkrankung eines ungesunden Lebensstils und mangelnder Bewegung. Auf Dauer belastet Diabetes des Typs 2 das Herz-Kreislauf-System.

Diabetesmessgerät schwarz

Das Wichtigste im Überblick

  • Senioren leiden am häufigsten unter dem Diabetes Typ 2.
  • Diese Form von Diabetes ist eine Folgeerscheinung eines ungesunden Lebensstils mit falscher Ernährungsweise und einem Mangel an Bewegung.
  • Diabetes bei Senioren ist gut mit Medikamenten behandelbar. Eine gesunde Ernährungsweise und ausreichend Bewegung sind aber unerlässlich für den Behandlungserfolg.
  • Eine Diät, die insbesondere das Herz-Kreislauf-System schützt, trägt euch zur Vorsorge von Diabetes bei Senioren bei.
  • Eine Betreuungskraft kann bei Bedarf den Einkauf und das Kochen übernehmen. Darüber hinaus mobilisiert sie die Senioren. Denn Bewegung fördert allgemein die Gesundheit im Alter.

Welche Formen von Diabetes gibt es?

Es werden zwei Typen der Zuckerkrankheit unterschieden:

Diabetes Typ 1 ist insulinabhängig. An dieser Art erkranken meist Kinder und Jugendliche. Die Zellen der Bauchspeicheldrüse, die Insulin produzieren, sind beschädigt. Dies führt zu einem Abbruch der Produktion von Insulin.

Diabetes Typ 2 ist insulinunabhängig. Das ist die häufigste Form. Dieser Typ tritt am häufigsten bei älteren Menschen auf. Etwa 80 bis 85% aller pflegebedürftigen Senioren sind an Diabetes mit Typ 2 erkrankt. Die Ursache für den erhöhten Blutzucker im Alter ist nicht der Insulinmangel, sondern das nicht korrekte Funktionieren von Insulin im Körper. Diabetes ist eine chronische Krankheit. Sie entwickelt sich unbemerkt und kann über viele Jahre unentdeckt bleiben. Die betroffenen Senioren sind in der Regel wenig körperlich aktiv, haben Übergewicht oder sind gar fettleibig. Ein wichtiger Hinweis für Diabetes Typ 2 ist Bluthochdruck und ein hoher Cholesterinspiegel.

Was sind die Symptome von Diabetes?

Die körperlichen Anzeichen von Diabetes bei Senioren sind vielseitig. Deshalb fällt es ihnen und den Familienangehörigen schwer, die Krankheit zu erkennen. Die Ärzte müssen im Rahmen eines Gespräches und mehrerer Untersuchungsproben, beispielsweise in Blut, Urin und Speichel verschiedene Parameter auf Hinweise zu Diabetes messen.

Die häufigsten Warnsignale für Diabetes sind:

  • erhöhter Durst
  • häufiges Wasserlassen
  • erhöhter Appetit und Verzehren von größeren Portionen, ohne dabei an Gewicht zuzunehmen, sogar Gewichtsverlust ist möglich
  • Juckreiz und Hautläsionen
  • schlechtes Verheilen der Wunden
  • Empfinden von physischer Schwächung
  • Sehstörungen, unscharfes Sehen und Probleme beim Lesen

Senioren und ihre Angehörigen sollten wachsam sein, um die Symptome von zu niedrigem und zu hohem Blutzucker rechtzeitig zu erkennen.

Welche Diät hilft Senioren mit Diabetes?

Diabetes bei Senioren lässt sich gut mit der Änderung der Ernährungsprinzipien (gemäß den Anweisungen vom Arzt) behandeln. In der Diät sollten sich ballaststoffreiche Produkte befinden. Personen mit Herz-Kreislauf-Erkrankungen sollten Vollkornbrot mit den wertvollen Ballaststoffen verzehren, da diese den Cholesterin- und Blutzuckerspiegel senken. Vollkornprodukte wie Reis, Nudeln, Kerne (Kürbiskerne, Sonnenblumenkerne), Nüsse, manches Gemüse wie Brokkoli, Möhren, Artischocke, Rosenkohl, Kohlrabi, Spinat, Tomaten und Obst, wie etwa Pflaumen, Äpfel und Birnen, Aprikosen und Pfirsiche sind gut geeignet für eine schonende Diät bei Diabetes und Herz-Kreislauf-Erkrankungen.

Die richtige Diät ist eines der wichtigsten Elemente bei der Prävention von Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Eine ausgewogene Ernährung und abwechslungsreiche Mahlzeiten, die reich an benötigten Vitaminen, Salz, Eiweiß, Fett und Kohlenhydrate sind, sind der Schlüssel zum Erfolg.

Die Diät sollte auch reich an Fisch sein, die die Omega-3-Säuren enthalten. Sie sollte dagegen wenig Speisesalz enthalten, das Bluthochdruck begünstigt. Besonders empfohlen sind Säfte aus Apfelbeeren (Aronia), Grapefruit oder Schwarzen Johannisbeeren. Darin sind Flavonoide enthalten, die auch das Herz-Kreislauf-System schützen.

Wie wird Diabetes behandelt?

Bei Diabetes ist es wichtig, das Körpergewicht und die Lebensparameter der Senioren zu kontrollieren. Des Weiteren sollte darauf geachtet werden, dass die pflegebedürftigen Senioren mit Diabetes regelmäßig ihre Medikamente einnehmen. Welche Behandlung durchzuführen ist, hängt ganz vom Typ des Diabetes ab, der bei den Senioren festgestellt wurde.

Die einzige wirksame Art der Behandlung bei Diabetes Typ 1 ist das Verabreichen von Insulin. Es kann durch Unterhauteinspritzen oder durch ständiges Verabreichen von Insulin mit einer Insulinpumpe zugeführt werden. Der Insulinmangel, besonders nach einer Mahlzeit, verursacht die Erhöhung des Blutzuckers. Die Konzentration des Blutzuckerspiegels wird mit einem Blutzuckermessgerät untersucht.

Diabetes Typ 2 wird mit Insulin-senkenden Medikamenten behandelt. Nichtsdestotrotz ist eine Umstellung der Ernährung von enormer Wichtigkeit, auch um Herz-Kreislauf-Erkrankungen zu vermeiden. Des Weiteren sollte auf das Rauchen verzichtet werden und Alkohol nur in geringen Maßen konsumiert werden. Stattdessen sollte auf ausreichend Bewegung geachtet werden. Für Senioren mit Diabetes, Übergewicht oder Kreislaufproblemen gibt es zahlreiche Sportarten, die den gesamten Körper auf angenehme Weise trainieren.

Wie helfen unsere Betreuungskräfte den Senioren mit Diabetes?

Am wichtigsten bei der Betreuung von Senioren mit Diabetes, ist die Einhaltung der Empfehlungen für die Diät, auch im Sinne der Herzgesundheit. Wenn die Senioren übergewichtig sind, ist Bewegung an der frischen Luft und die Gewichtsabnahme ratsam. Unsere Betreuungskräfte kümmern sich vor allem um die korrekte Ernährung und die körperliche Aktivierung der Senioren mit Diabetes. So übernehmen die Betreuungskräfte etwa den Einkauf, kochen gesundes Essen und mobilisieren die Senioren, um die Langzeitfolgen der Diabetes-Erkrankung so gering wie möglich zu halten.

Darüber hinaus übernehmen die Betreuungskräfte aus Osteuropa niederschwellige Aufgaben der täglichen Körperpflege und führen den Haushalt der Senioren. Damit entlasten sie die ambulanten Pflegedienste. Des Weiteren gibt die Rundum-Betreuung den Familienangehörigen der Senioren mit Diabetes die nötige Sicherheit, dass ihr pflegebedürftiges Familienmitglied nie alleine ist und jemand im Notfall Hilfe holen kann.