Betreuung und Pflege zu Hause

Es ist der Wunsch vieler Menschen auch dann noch Zuhause leben zu können, wenn sie alt und hilfsbedürftig werden. Ein Ortswechsel in ein Pflegeheim kommt für viele nicht in Frage. Studien zeigen, dass Menschen, die noch im hohen Alter in ihren eigenen vier Wänden leben, eine längere Lebenserwartung haben. Sie bauen weniger schnell körperlich ab und bleiben auch psychisch länger fit.

Oft beginnen die ersten Beeinträchtigungen mit der körperlichen Mobilität oder einer beginnenden Demenz. Alltägliche Aufgaben wie Aufstehen, Kochen, Putzen oder Spazieren gehen im Park werden allmählich zu einer Herausforderung. Wenn Familien und ehrenamtliche Helfer an ihre Grenzen kommen, steht die Frage im Raum: Wie soll das weitergehen?

Pflegedienst hat kaum Zeit

Ambulante Pflegedienste stehen unter hohem Zeitdruck. Im Schnitt haben Pflegekräfte eines ambulanten Pflegedienstes 20 Minuten pro Patient pro Tag. In dieser Zeit müssen sie auch die Pflegedokumentation führen. Zeit für ein ausgiebiges Gespräch mit dem Patienten bleibt da keine. Wenn der Pflegedienst geht, sind die PatientInnen den restlichen Tag wieder alleine. Angehörige versuchen diese große zeitliche Lücke zu schließen. Sie gehen beispielsweise einkaufen und übernehmen die Grundpflege. Viele stoßen dabei selbst an ihre Belastungsgrenzen und sind meist von jetzt auf gleich nicht mehr in der Lage sich um ihre Liebsten zu kümmern.

Rundum-Betreuung zu Hause

In den meisten Fällen ist eine Unterbringung in einem Pflegeheim auch für mobilitätseingeschränkte und demente Menschen aus therapeutischer Sicht nicht sinnvoll. Eine Betreuungskraft entlastet Angehörige deutlich von den täglichen Aufgaben der Pflege. Der ambulante Pflegedienst kann die tägliche Grundpflege abgeben und sich auf die Behandlungspflege konzentrieren. Die Angehörigen wissen den geliebten Menschen in guten Händen in seinem eigenen Zuhause. Die Familie hat wieder gemeinsam mehr Zeit für die schönen Augenblicke des Lebens!

Eine legale rechtssichere Seniorenbetreuung ist nur möglich, wenn die Betreuungskraft in einem geregelten Arbeitsverhältnis steht. Unsere Betreuungskräfte arbeiten 40 Stunden pro Woche. Gemeinsam mit der Familie wird eine auf die Pflegesituation zugeschnittene Freizeitregelung getroffen. Die Betreuungskraft bleibt für mehrere Monate und wechselt sich mit einer zweiten Betreuungskraft ab. Dadurch stellen wir sicher, dass die pflegebedürftige Person immer ein vertrautes Gesicht um sich herumhat.

Tätigkeiten der Betreuungskraft

Die Betreuungskraft wohnt zusammen mit der pflegebedürftigen Person unter einem Dach. Eine ausgebildete Betreuungskraft übernimmt die zeitaufwendigen Tätigkeiten, die bis dahin Pflegedienst und Angehörige geleistet haben. Die Aufgaben der Betreuungskraft sind so unterschiedlich, wie die Menschen, die sie betreuen. Das Aufgabenfeld wird individuell an den persönlichen Bedürfnissen und Wünschen der betreuten Personen angepasst.

Dies sind einige der Aufgaben der Betreuungskraft:

Zur Grundpflege nach SGB XI gehört die tägliche Körperpflege, die Ernährung, Mobilisierung und Förderung der Eigenständigkeit. Beispielsweise zählen darunter das An- und Entkleiden, Zu Bett gehen und Aufstehen, die vollständige tägliche Körperhygiene, das Zubereiten der Mahlzeiten in mundgerechte Portionen oder die Unterstützung der selbständigen Bewegung im räumlichen Umfeld mit und ohne Hilfsmittel.

Die Körperpflege und der Toilettengang sind sensible Bereiche des alltäglichen Lebens. Auch pflegende Angehörige stoßen hier oft an ihre Grenzen. Vielen Pflegebedürftigen fällt es schwer, die Verantwortung für die eigene Hygiene abzugeben, denn die Haut- und Körperpflege bei Pflegebedürftigen ist ein intimer Moment. Es ist ein Grundbedürfnis, frisch zu sein und die Hygiene zu wahren. Jeder hat alltägliche Rituale, die beim Waschen, Baden oder Duschen des Körpers helfen. Wenn dann eine Betreuungskraft dazukommt, ist es notwendig, aber auch teilweise schwer, mitzuteilen, welche Rituale wichtig sind und wie die Körperpflege am besten durchzuführen ist. Hier muss eine Betreuungskraft besonders verständnis- und vertrauensvoll mit viel Feingefühl auf die pflegebedürftige Person eingehen.

 

Die Grundpflege unterscheidet sich von der Behandlungspflege darin, dass mit der Grundpflege nicht-medizinische Dienstleistungen erbracht werden. Dem ambulanten Pflegedienst obliegt weiterhin die Behandlungspflege.

Es ist unser Ansatz, den Menschen die wir betreuen, so viel Selbständigkeit zu erhalten wie möglich. Unsere Betreuungskräfte aktivieren die SeniorInnen in ihren eigenen vier Wänden und geben ihnen so ein Stück Unabhängigkeit zurück. Einkaufen gehen und anschließend etwas Leckeres zu Essen kochen: Was früher schön war und leicht von der Hand ging, wird zur Last, wenn die Kräfte schwinden. Putzen, Waschen und Aufräumen fällt vielen körperlich eingeschränkten Menschen sehr schwer.

Sauberkeit und Ordnung schaffen ein angenehmes Lebensgefühl. Unsere Betreuungskräfte sorgen dafür, dass es im Zuhause der betreuten Personen so schön bleibt, wie sie es seit jeher gewohnt sind. Sie gehen mit den betreuten Menschen einkaufen und kochen gemeinsam, wenn diese das wünschen. Ansonsten übernehmen unsere Betreuungskräfte das selbstverständlich alleine. Wenn Tiere mit im Haus leben, nehmen die Betreuungskräfte selbstverständlich auch auf diese Rücksicht. Genauso handhaben sie es mit Pflanzen, die zu hegen und zu pflegen sind. Betreute Menschen können so endlich wieder Kraft schöpfen und haben wieder mehr Zeit für Freizeitbeschäftigungen und die schönen Momente im Leben.

Gemeinsam statt einsam – Das ist unsere Devise! Unsere Betreuungskräfte haben Zeit für Aktivitäten über den ganzen Tag verteilt. Sie gehen beispielsweise mit der betreuten Person spazieren, spielen, lesen, tanzen zu Musik oder unternehmen etwas zusammen in der näheren Umgebung. Was auch immer die betreute Person gerne macht, wir möchten, dass sie die Freude am Leben behält. Es ist genau dieser Bereich des Lebens, der den größten Unterschied zwischen einer häuslichen Betreuung und einer Unterbringung im Pflegeheim ausmacht. Denn in einer vollstationären Einrichtung ist ein pflegebedürftiger Mensch nur einer von vielen. Der Personalmangel macht eine individuelle Freizeitgestaltung in vielen Seniorenheimen unmöglich. Sofern machbar, stellen wir eine Betreuungskraft zur Verfügung, die die Interessen des betreuungs- und pflegebedürftigen Menschen teilt.

Für Angehörige ist es wichtig, dass die betreute Person sich auch außerhalb ihres Wohnraums sicher bewegen kann. Daher begleiten die Betreuungskräfte die PatientInnen bei Terminen zum Arzt, zum Friseur, zu Ämtern oder beim Einkaufen sowie bei freizeitlichen Aktivitäten wie Spaziergängen, Besuchen kultureller Orte, Kirchgängen oder Treffen mit Freunden.

Wählbare Module

Betreuung weiterer Personen

Wenn beispielsweise eine zweite Person im gleichen Haushalt Unterstützung benötigt, sorgt die selbe Betreuungskraft auch für diese Person.

EU-Führerschein

Die Betreuungskraft verfügt über eine gültige EU-Fahrerlaubnis. Ein Fahrzeug ist seitens der Kunden zu stellen.

Weitere Fremdsprachenkenntnisse

Die Betreuungskraft verfügt neben der Muttersprache auch über Kenntnisse einer weiteren Fremdsprache.

Qualifizierte Fachkraft bei besonderen Einschränkungen

Bei vollständiger Bettlägerigkeit, Katheter-/Stoma- Versorgung, PEG-Sonde, Palliativstadium oder starker Unruhe bei Demenzerkrankungen erfolgt die Versorgung von Promedica durch entsprechend fachspezifisch ausgebildete Betreuungskräfte.

Spezielle Leistungen

Kranken- und Altenpflegekräfte oder PhysiotherapeutInnen, die über urkundlich bestätigte Qualifikationen verfügen.

Häufige Fragen zur Rundum-Betreuung zu Hause

In der Alltagssprache wird der Begriff der 24 Stunden Betreuung, für den es derzeit noch keine gesetzliche Definition gibt, als Betreuung bezeichnet bei der die Betreuungs- bzw. Pflegekraft in häuslicher Gemeinschaft mit dem Pflegebedürftigen zusammen lebt. Die von PROMEDICA PLUS abgeschlossenen Verträge beinhalten folgende Leistungen, die durch die Betreuungskraft erbracht werden:

Unterstützt die Betreuungskraft überwiegend Personen …

  • im Haushalt bei der Hygiene, wie die Körperpflege und die tägliche Reinigung des Körpers,
  • betreut die zu pflegende Person tagsüber,
  • begleitet sie beim Weg zum Arzt, Einkäufen, Freizeitaktivitäten und anderen Unternehmungen,

dann spricht man im Allgemeinen von der sogenannten „24 Stunden Pflege und Betreuung“.

Die Betreuungskraft lebt während der Leistungserbringung 24-Stunden in häuslicher Gemeinschaft mit dem Pflegebedürftigen. In der Alltagssprache spricht man bei diesem Modell auch von:

  • 24 Stunden Altenpflege
  • Seniorenbetreuung
  • 24h Pflege zuhause
  • Pflege & Betreuung daheim
  • Häusliche Betreuung
  • 24 Stunden Pflegekräfte
  • 24h Pflegedienst
  • Rundum Betreuung

In der Regel kann für jede Person, die in Ihrem Alltag auf außenstehende Hilfe angewiesen ist, eine Rundum-Betreuung in Betracht gezogen werden. Erfahrungsgemäß wird eine Pflegeleistung in Anspruch genommen, wenn eine oder mehrere der folgenden Einschränkungen und Krankheitsbilder vorliegen:

  • Die zu pflegende Person ist in einen Pflegegrad eingestuft worden.
  • Es liegt eine starke Einschränkung in der Mobilität durch den Bewegungsapparat oder Krankheiten vor, bei der sich die betreuungsbedürftige Person nicht ohne fremde Hilfestellung fortbewegen kann.
  • Bei der zu betreuenden Person wurde eines der folgenden Krankheitsbilder diagnostiziert:
    • Alzheimer, Multiple Sklerose, Parkinson, Demenz
    • Tumor- oder Krebserkrankungen
    • Nachwirkungen von Schlaganfall oder Herzinfarkt
    • Inkontinenz
  • Es liegen Einschränkungen in der Artikulation und der generellen Kommunikation oder ausgeprägte Orientierungsprobleme vor.
  • Jeder Bedarf an Grundpflege, der eine mehr oder weniger vollständige Versorgung erfordert.

Ja! Wir helfen Ihnen gerne bei der Ermittlung der staatlichen Zuschüsse für die Pflege. Grundsätzlich hängt die Höhe des Zuschusses vom jeweiligen Pflegegrad (ehemalig Pflegestufe) ab. Ihnen stehen Geld- und Sachleistungen zwischen 244 und 1.843 Euro zu. Um genau zu ermitteln, wie viel Geld Ihnen zusteht, schauen Sie sich unsere ausführlichen Informationen zum Pflegegeld an.

Des Weiteren stehen Pflegebedürftigen Zuschüsse für folgende weitere Punkte zu:

  • Verhinderungspflege
  • Kostenerstattungen zur Verbesserung des Wohnumfelds
  • Monatliche Kostenübernahme für Pflegeartikel
  • Zuschüsse für technische Hilfen

Die Kosten für eine Rundum-Betreuung zuhause variieren völlig individuell auf die Bedürfnisse der betreuungsbedürftigen Person. Zudem sind wir bemüht Ihren ganz individuellen Wünschen nachzukommen und mit Ihnen die bestmögliche Lösung zu finden. Hierzu sind unsere Berater für Sie deutschlandweit vertreten und helfen Ihnen kostenlos bei der gesamten Abwicklung. Finden Sie jetzt Ihren Berater in Ihrer Nähe und erhalten eine kostenlose Bedarfsermittlung.

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