Betreuung aus Polen von Promedica 24 – wie funktioniert das

03.04.2018 Promedica24-Redaktion
Bewerte diesen Artikel

Irgendwann sind die Kräfte erschöpft und pflegende Familienangehörige brauchen Unterstützung. Promedica24 ist der Anbieter auf dem europäischen Markt, der häusliche Betreuung als Erster anbot. Seit 2004 setzen wir als einziger Komplett-Anbieter auf eine rechtssichere, faire und bezahlbare Rundum-Betreuung.

Das Wichtigste im Überblick

  • Tausende Senioren in Deutschland können dank häuslicher Betreuung zu Hause versorgt werden.
  • Die Betreuungskräfte ziehen während des Einsatzes bei den pflegebedürftigen Menschen ein.
  • Die Senioren sind nie alleine und erleben damit nie die beängstigende Einsamkeit Gleichaltriger.
  • Die meisten Betreuungskräfte stammen aus Polen.
  • Der Hauptgrund für den Job als Betreuungskraft ist das höhere Lohnniveau in Deutschland.
  • Die Qualifikation zur Betreuungskraft dauert mehrere Stunden.
  • Für Notfälle steht rund um die Uhr und 7 Tage die Woche ein Notfall-Team telefonisch zur Verfügung.

Ein Erfahrungsbericht zu unserer Rundum-Betreuung aus mehreren Perspektiven

Aufrecht und hellwach sitzt Dr. Felix M. in seinem bequemen Sessel in seinem Haus in Berlin und gibt dem Besucher Einblicke in sein langes bewegtes Leben. Der Finanzkaufmann ist durch die Welt gekommen. Früher hat er für den Essener Stahlkonzern Krupp Großinvestitionen im Anlagenbau, unter anderem in Südamerika gemanagt. Erst mit 68 ist er in Pension gegangen.

Im letzten Jahr hat er seinen 100. Geburtstag gefeiert. Das stolze Alter fordert inzwischen seinen Tribut. Felix M. ist schwach auf den Beinen geworden. So gern er täglich in den Garten geht, Reisen unternimmt, Theater und Konzerte besucht – er braucht ständig Hilfe, einen Begleiter bei seinen Ausflügen im hohen Alter. „Wir können meinen Vater nicht mehr alleine lassen. Er bekommt sonst panische Angst, bei der kleinsten Bewegung zu stürzen und das wäre, wenn er alleine wäre, eine Katastrophe“, berichtet seine Tochter, die rund acht Minuten vom Haus entfernt in einer Gemeinschaftspraxis als Hausärztin in Berlin-Zehlendorf arbeitet.

Eine Rundum-Betreuung muss her – vielleicht aus Polen?

Als ihr Vater gebrechlich wurde, engagierte die Familie zunächst stundenweise Betreuungskräfte auf Zuruf. Darunter auch eine Frau, die über eine längere Zeit Felix M. zur Seite stand. Sie war so etwas wie eine Bezugsperson, eine Konstante in seinem Leben, auf die er sich verlassen konnte. Der hochbetagte Herr ist nicht im strengen Sinne pflegebedürftig, aber er braucht die Anwesenheit eines anderen Menschen, der im Notfall sofort da ist. Kein ambulanter Pflegedienst erbringt solche Leistungen rund um die Uhr.

Als die Betreuungskraft kündigt, erhält die Tochter vom Verbund Pflegehilfe die Adresse von Promedica24, einem Dienstleistungsunternehmen, das den Einsatz polnischer Betreuungskräfte in Deutschland und Großbritannien organisiert. So kommt Marianna Bernatowicz in die Familie, sie ist nun rund um die Uhr für Felix M. da, ein beruhigendes Gefühl für die Familie und eine Unterstützung für den alten Herrn. „Marianna ist ein ganz lieber Mensch. Sie trinkt nicht und sie raucht nicht“, lobt er die Mittdreißigerin.

Wie kam Marianna zu Promedica24?

Von Beruf ist sie Lehrerin. Doch Akademiker sind in Polen karg bezahlt, das Monatsgehalt liegt bei 500 bis 600 Euro. Vor etlichen Jahren ist ihr Vater schwer krank und dann pflegebedürftig geworden. Sie übernahm die Versorgung und gab obendrein ihren Beruf auf. Als ihr Vater starb, waren mehr als fünf Jahre vergangen. Die junge Frau hätte sich für ihren Lehrerberuf erneut mit einem Examen zertifizieren lassen müssen, eine Vorschrift, die in Polen für alle Akademiker gilt. Da sei Promedica24 eine gute Alternative gewesen. Während ihrer Einsätze in Deutschland muss sie Mann und Tochter in Polen zurücklassen. Sie hat oft Heimweh und vermisst ihre kleine Familie. Dank digitaler Medien hat sie hin und wieder Kontakt zu den beiden und kann so den Schulalltag der Tochter mit verfolgen.

Warum ist Betreuung aus Polen für Senioren so bedeutungsvoll?

Schätzungsweise rund 200 000 Familien in Deutschland nutzen die Dienste polnischer oder anderer osteuropäischer Betreuungskräfte für ihre betagten Eltern und Großeltern. Deutsche Arbeitskräfte sind nicht nur nicht bezahlbar – es gibt sie fast gar nicht. Die Pflegeheime sind überlastet und ein Umzug kommt für die meisten eh nicht infrage. Das Ergebnis jahrelanger Untätigkeit auf politischer europäischer Ebene ist ein nicht-reglementierter internationaler Dienstleistungsmarkt, in dem nur wenig Transparenz herrscht. Neben den vielen Schwarzarbeitern gibt es zahlreiche rechtlich graue Anbieter und nur wenige rechtskonforme Dienstleistungsangebote.

Drei weitere Betreuungskräfte erzählen von ihrem Weg zu Promedica24

Eines der wenigen Unternehmen, die sich in die Karten sehen lassen, ist Promedica24 mit Hauptsitz in Warschau. Hier treffen wir Beata, Manja und Krystyna. Alle drei sind seit mehreren Jahren für das Unternehmen beschäftigt. Die Frauen aus Polen arbeiten als Betreuungskräfte für Senioren in Deutschland.

Beata stammt aus Warschau, ist geschieden und war als Kosmetikerin und Masseurin tätig. Sie betreut eine 83-jährige demenzkranke Frau, die im Kreis ihrer Familie lebt und aufgrund ihrer Erkrankung der ständigen Betreuung bedarf. Deshalb seien nur zwei Stunden Freizeit am Tag möglich, aber die Familie sei sehr sympathisch, und sie fühle sich da gut integriert.

Manja kommt aus einer Kleinstadt in der Nähe von Warschau. Die gelernte Ökonomin ist verheiratet und hat zwei Kinder. Wie ihre Kollegin Marianna, die in Berlin Dr. M. betreut, hat sie ihre Eltern bis zum Tode gepflegt und ist vor drei Jahren im Internet auf Promedica24 aufmerksam geworden. Zurzeit betreut sie Herbert und seine Frau. Der Mann ist stark übergewichtig. Es sei eine sehr schwere Arbeit, die eigentlich eine männliche Betreuungskraft erfordere. Hilfreich sei aber die Unterstützung vom professionellen ambulanten Pflegedienst und die Koordination von Hilfen durch den deutschen Franchisepartner von Promedica24.

Von allen dreien ist Krystyna die schillerndste Person: Sie ist gelernte Geologin, hat als Journalistin bei „Rzeczpospolita“ gearbeitet und war 14 Jahre in der Betreuung behinderter Kinder tätig. Seit sechs Jahren arbeitet sie für Promedica24. An ihrer Arbeit schätzt sie, dass sie viel durch die Welt kommt. Sie hat eine Deutschlandkarte mitgebracht und darauf alle Einsatzorte in Norddeutschland, Baden-Württemberg und Bayern dokumentiert. Mit der Trennung von ihrer Familie hat sie keine Probleme, die Distanz tue der Beziehung eher gut.

Betreuungskräfte, die für die Betreuung von Senioren in Deutschland aus Polen kommen, arbeiten dort meist mehrere Wochen bis wenige Monate am Stück.

Gründe für den Job als Betreuungskraft

Die drei Frauen sind gewissermaßen typisch für die Polinnen, die in Deutschland Betreuungsdienste leisten: Nur ausnahmsweise haben sie eine medizinische oder pflegerische Qualifikation. Häufig stammen sie aber aus akademischen Berufen. Viele von ihnen haben ihre Eltern gepflegt und bringen Erfahrung in der Versorgung alter, gebrechlicher Menschen mit. Und natürlich ist die Entlohnung in Deutschland weitaus besser als die Bezahlung in Polen, selbst in akademischen Berufen. Im Schnitt verdient eine polnische Frau, die in der Betreuung in Deutschland tätig ist, das drei- bis vierfache dessen, was sie in Polen verdienen würde.

Insgesamt gut 8000 Betreuungskräfte hat Promedica24 im Jahr 2017 in 4000 deutsche Haushalte vermittelt. 86 Prozent sind Frauen, davon stammen 85 Prozent aus Polen. Rumänien und Bulgarien gewinnen als Rekrutierungsmärkte an Bedeutung. Im Durchschnitt sind die Frauen knapp 54 Jahre alt. Nur gut ein Fünftel der Betreuungskräfte ist etwas jünger, zwischen 41 und 50 Jahre alt. Seit den Anfängen im Jahr 2004 hat sich Promedica24 von einem reinen Recruiter und Vermittler von Betreuungskräften zu einem qualitäts- und markenbewussten Dienstleister entwickelt. Das Unternehmen arbeitet mit verbindlichen Standards, sagt Marta Parafinska. Sie ist die Direktorin für operative Geschäfte in der Warschauer Zentrale.

Umfang der Betreuungsschulung nach polnischen Standards

Der Grundkurs umfasst 60 bis 80 Stunden. Hunderte angehende Betreuungskräfte durchlaufen diesen Kurs jährlich. Darauf aufbauend gibt es einen Fortgeschrittenenkurs. Um die betreuungs- und pflegerelevante Kommunikation mit den Pflegebedürftigen zu erlernen, wurden die Kursinhalte auf ein ganz bestimmtes Vokabular und spezifische Lebenssituationen fokussiert, berichtet die Schulungsmanagerin Agnieszka Kosowska.

„Noch vor dem Abschluss eines Vertrags mit Promedica24 durchlaufen angehende Betreuungskräfte mehrere Qualifizierungskurse, wie etwa eine fachliche Vorbereitung zum Erwerb von pflegerischen Mindestkenntnissen, etwa bei Demenz oder Inkontinenz, und Sprachkurse“, so Agnieszka Kosowska.

Betreuung aus Polen: 24/7 Notruf-Hilfe bei Krisen und Konfliktsituationen

Um bei Konflikten und in schwierigen Situationen einen ständigen Ansprechpartner zu haben, existiert in der Warschauer Zentrale ein an sieben Tagen rund um die Uhr besetztes Kriseninterventionsbüro. Es steht sowohl den Kunden, den Betreuungskräften, als auch den Kundenberatern zur Verfügung. Für gewöhnlich sind die gemeldeten Vorfälle schnell und einfach zu lösen. Beispielsweise, wenn eine Ersatzkraft gebraucht wird. Aber es kommt auch vor, dass die polnischen Frauen in deutschen Familien mit verstörenden Situationen konfrontiert werden, berichtet Marta Parafinska: „Da kann es sein, dass im Wohnzimmer noch ein Bild von Adolf Hitler hängt.“ Solche Fälle sind selten, bleiben aber in Erinnerung.

Ein weiteres Problem für das Unternehmen ist die Fluktuation der Betreuungskräfte, die nicht zuletzt auch durch besondere Belastungen verursacht wird. Die Einsamkeit im Ausland, Sprachbarrieren, das Gefühl von Fremdbestimmung durch aggressive Kunden und die belastende Situation in der Sterbebegleitung erschweren die Rekrutierung der Betreuungskräfte.

Das deutsche Partnerunternehmen Promedica Plus betreut die Kundenberater

Maßgeblich dafür war die Entwicklung eines Franchise-Konzepts für die Kundenbetreuung in Deutschland ab 2012. Inzwischen sind regional 125 Franchise-Partner unter Vertrag, die nach den Standards der polnischen Zentrale arbeiten. Diese Franchise-Nehmer sind lokale Ansprechpartner der deutschen Haushalte. Vor dem Vertragsabschluss steht eine präzise Bedarfsermittlung anhand eines detaillierten Fragebogens an. Darauf basierend hat Promedica24 einen exakten Überblick über die Kunden, ihr Alter, ihren Betreuungsbedarf, die Morbiditätslast sowie das häusliche und familiäre Umfeld. Darüber hinaus gibt der Fragebogen Aufschluss über die Notwendigkeit eines Führerscheins und etwaige Konfliktpotenziale.

Wie geht es Doktor M. mit der Rundum-Betreuung durch Promedica24?

Dank der Betreuung aus Polen bleibt er weiterhin in seinen eigenen vier Wänden selbständig. Rund 200 000 Familien nehmen die Hilfe osteuropäischer Betreuungskräfte in Anspruch. Promedica24 bietet auf legalem Weg die Rundum-Betreuung in den eigenen vier Wänden an. Tausenden Senioren kann somit ein Einzug ins Pflegeheim erspart werden.