Ambulanter Pflegedienst: Aufgaben, Voraussetzungen und die optimale Betreuung für Ihr Zuhause

21. Mai 2018 Franziska Schütz
Bewerte diesen Artikel

    Fühlen Sie sich durch die tägliche Pflege Ihrer Angehörigen oft überfordert und an den Grenzen Ihrer Kräfte? Viele Familien stehen genau vor dieser extremen Belastung. Sie suchen händeringend nach einer verlässlichen Lösung, die den Verbleib in den vertrauten vier Wänden sichert. In diesem Beitrag erfahren Sie, wie ein ambulanter Pflegedienst Sie unterstützt und wo Sie ergänzende Hilfe finden.

    Ambulante Pflege

    Das Wichtigste im Überblick

    • Professionelle Unterstützung: Ein ambulanter Pflegedienst übernimmt medizinische Behandlungspflege sowie Grundpflege direkt bei Ihnen Zuhause.
    • Voraussetzungen: Ein anerkannter Pflegegrad und eine ärztliche Verordnung sichern den Anspruch auf finanzielle Unterstützung der Pflegekasse.
    • Leistungsspektrum: Pflegedienste bieten Hilfe beim Waschen, Medikamentengabe, Wundversorgung sowie hauswirtschaftliche Betreuung.
    • Grenzen des Systems: Kurze Besuchszeiten und wechselndes Personal schaffen Lücken in der täglichen Betreuung.
    • Kostenübernahme: Die Pflegekasse zahlt diese Pflegesachleistungen je nach Pflegegrad bis zu festgesetzten Höchstbeträgen.
    • Ergänzende Versorgung: Eine Kombination aus ambulantem Pflegedienst und häuslicher Rundum-Betreuung schließt bestehende Versorgungslücken nahtlos.

    Was ist ein ambulanter Pflegedienst?

    Ein ambulanter Pflegedienst ist ein eigenständiges, qualifiziertes Unternehmen mit ausgebildetem Fachpersonal. Die Mitarbeiter fahren täglich direkt zu den pflegebedürftigen Menschen nach Hause. Sie unterstützen Senioren sowie Kranke in ihrer gewohnten Umgebung.

    Der ambulante Pflegedienst sichert die medizinische und pflegerische Versorgung vor Ort. Am Firmensitz des Dienstes befindet sich lediglich die Verwaltung. Die eigentliche Arbeit erfolgt am Lebensmittelpunkt der Patienten.

    FUNKTIONSWEISE AMBULANTER PFLEGEDIENST

    Verwaltungssitz —> Termine, Organisation & Abrechnung       

    Pflegefachkräfte —> Fahren mit Einsatzfahrzeugen zu Patienten

    Patienten-Zuhause —> Ausführung von Grund- & Behandlungspflege

    Welchen Aufgaben widmet sich ein ambulanter Pflegedienst?

    Ein ambulanter Pflegedienst deckt verschiedene Leistungsbereiche ab. Fachkräfte passen ihre Einsätze an den individuellen Bedarf der Betroffenen an.

    Grundpflege im Alltag: Die Grundpflege umfasst die Körperhygiene sowie die tägliche Unterstützung im Haushalt. Pflegekräfte helfen beim Duschen, Ankleiden und Essen.

    Die medizinische Behandlungspflege: Hier führt der ambulante Pflegedienst ärztliche Anordnungen fachgerecht aus. Dazu zählen die Verabreichung von Medikamenten, Verbändewechsel und Spritzen.

    Hauswirtschaftliche Hilfen: Mitarbeiter übernehmen bei Bedarf das Einkaufen, Reinigen der Wohnung oder Kochen von Mahlzeiten.

    Die wichtigsten Leistungen des ambulanten Pflegedienstes in der Übersicht

    LeistungsbereichKonkrete Aufgaben des PflegedienstesIhr Nutzen
    GrundpflegeKörperpflege, Hilfe beim An- und Auskleiden, ErnährungSichere Hygiene und tägliche Grundversorgung
    BehandlungspflegeMedikamentengabe, Wundversorgung, BlutdruckmessenFachgerechte Ausführung ärztlicher Verordnungen
    HauswirtschaftKochen, Raumpflege, Waschen, EinkaufenEntlastung bei beschwerlichen Haushaltstätigkeiten
    KrankenpflegeNachsorge nach Klinikaufenthalten, KatheterwechselVermeidung oder Verkürzung von Krankenhausaufenthalten

    Wo liegen die Grenzen eines ambulanten Pflegedienstes?

    Ein ambulanter Pflegedienst stoppt Notfälle nicht im Voraus. Die Pflegekräfte kommen zu fest geplanten Zeiten für eine begrenzte Dauer.

    Keine Rundum-Uhr-Präsenz: Ein ambulanter Pflegedienst bleibt meist nur wenige Minuten pro Einsatz. Zwischen den Besuchen bleiben Betroffene auf sich allein gestellt.

    Zeitmangel und Personalwechsel: Durch stramme Tourenpläne hetzen Pflegekräfte von Termin zu Termin. Häufig wechselnde Gesichter erschweren zudem den Aufbau einer vertrauensvollen Bindung.

    Keine Rettung bei akuten Krisen: Bei plötzlichen Stürzen oder Verwirrtheitszuständen am Abend hilft der ambulante Pflegedienst nicht sofort. Hier entstehen gefährliche Lücken im Alltag.

    24 Stunden Pflege sichern

    Wie auftragt man einen ambulanten Pflegedienst?

    Ein ambulanter Pflegedienst lässt sich schnell kontaktieren und beauftragen. Für die Kostenübernahme durch die Pflegekasse gelten jedoch klare Regeln.

    1. Pflegegrad beantragen: Sie stellen einen Antrag bei der zuständigen Pflegekasse.
    2. Begutachtung abwarten: Der Medizinische Dienst bewertet die Pflegebedürftigkeit vor Ort.
    3. Ärztliche Verordnung einholen: Für medizinische Behandlungspflege stellt der Hausarzt ein Rezept aus.
    4. Pflegedienst auswählen: Sie schließen einen Vertrag mit einem zugelassenen Anbieter ab.

    Wie gestaltet sich die Zusammenarbeit mit einem ambulanten Pflegedienst im Pflegealltag?

    Ein ambulanter Pflegedienst arbeitet eng mit den Angehörigen zusammen. Ein offener Austausch garantiert eine reibungslose Versorgung im Alltag. Angehörige übergeben wichtige Informationen über den Zustand des Patienten direkt an die Pflegekraft.

    Gemeinsam führen Sie eine Pflegedokumentation im Haus. Dort tragen die Mitarbeiter alle erbrachten Leistungen penibel ein. So behalten Sie stets den vollen Überblick.

    Welche Vorteile bietet ein ambulanter Pflegedienst?

    Ein ambulanter Pflegedienst bringt fachliche Sicherheit in Ihr Zuhause. Sie müssen geschätzte Familienmitglieder nicht in ein fremdes Pflegeheim geben.

    • Vertraute Umgebung: Der Pflegebedürftige bleibt im eigenen Heim wohnen.
    • Fachkompetenz: Medizinische Aufgaben erledigen ausgebildete Pflegefachkräfte sicher.
    • Gezielte Unterstützung: Sie buchen genau die Leistungen, die Sie aktuell benötigen.
    • Entlastung: Angehörige geben schwere pflegerische Aufgaben an Profis ab.

    Welche Nachteile bringt die alleinige Nutzung mit sich?

    Ein ambulanter Pflegedienst deckt viele Aufgaben ab, löst aber nicht das Problem der Einsamkeit. Viele Senioren verbringen den Großteil des Tages isoliert.

    Bei Demenz oder hoher Sturzgefahr reicht die stundenweise Hilfe oft nicht aus. Ein ständiger Pflegedienstwechsel verunsichert ältere Menschen zusätzlich. Die Kosten steigen schnell an, wenn Sie viele Einzelleistungen buchen müssen.

    Was kostet ein ambulanter Pflegedienst?

    Die Kosten richten sich nach den gewählten Modulen und den Sätzen der jeweiligen Bundesländer. Ab Pflegegrad 2 zahlt die Pflegekasse Pflegesachleistungen.

    Pflegegrad 1: Kein Sachleistungsanspruch (Nur 125 € Entlastungsbetrag)

    Pflegegrad 2: Bis zu 796 € monatlich

    Pflegegrad 3: Bis zu 1.432 € monatlich

    Pflegegrad 4: Bis zu 1.778 € monatlich

    Pflegegrad 5: Bis zu 2.200 € monatlich

    Reichen die Beträge nicht aus, zahlen Pflegebedürftige den Restbetrag als Eigenanteil selbst.

    Die 6 besten Tipps zur Auswahl des passenden Anbieters

    1. Erfahrungen einholen: Fragen Sie Nachbarn, Bekannte oder Ihren Hausarzt nach Empfehlungen.
    2. Prüfberichte lesen: Schauen Sie sich die Noten des Medizinischen Dienstes an.
    3. Erstgespräch nutzen: Achten Sie darauf, ob der ambulante Pflegedienst auf Ihre Wünsche eingeht.
    4. Transparente Preise: Verlangen Sie einen klaren Kostenvoranschlag vor Vertragsabschluss.
    5. Erreichbarkeit testen: Prüfen Sie, wie schnell der ambulante Pflegedienst auf Fragen reagiert.
    6. Vertrag prüfen: Achten Sie auf faire Kündigungsfristen im Pflegevertrag.

    Warum reicht ein ambulanter Pflegedienst alleine oft nicht aus?

    Ein ambulanter Pflegedienst leistet hervorragende medizinische Arbeit. Trotzdem bleibt die Angst vor Stürzen oder Unfällen in der Nacht bestehen.

    Hier schafft eine kontinuierliche Präsenz im eigenen Heim vollkommene Beruhigung. Eine häusliche 24 Stunden Betreuung schließt die Lücken zwischen den Kurzbesuchen des Pflegedienstes. Sie sichert die Begleitung bei Spaziergängen, hilft im Haushalt und leistet Gesellschaft.

    Ihre perfekte Lösung: Das starke Duo für Ihr Zuhause

    Nutzen Sie die optimale Kombination aus medizinischer Fachpflege und täglicher Präsenz! Während der ambulante Pflegedienst die medizinische Versorgung übernimmt, zieht eine feste Betreuungsperson bei den Betroffenen ein. Sie hilft im Haushalt, kocht frische Mahlzeiten und ist rund um die Uhr als Ansprechpartner vor Ort.

    Sichern Sie Ihren Angehörigen ein selbstbestimmtes Leben in den eigenen vier Wänden. Nehmen Sie jetzt Kontakt zu uns auf und lassen Sie sich kostenfrei zur häuslichen 24 Studnen Betreuung beraten!

    Checkliste: Haben Sie an alles gedacht?

    • Pflegegrad bei der Pflegekasse beantragt?
    • Erstgespräch mit dem ambulanten Pflegedienst geführt?
    • Kostenvoranschlag der Pflegeleistungen geprüft?
    • Kombinationsleistungen aus Pflegedienst und Präsenzkraft geprüft?
    • Individuelle 24 Stunden Betreuung für mehr Lebensqualität vereinbart?