Pflege bei Osteoporose

22.12.2020 Promedica24 Redaktion
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Wie erkennen Sie Symptome & können diese behandeln?

Osteoporose wird auch „Knochenschwund“ genannt und tritt vor allem bei älteren Menschen auf. In Deutschland sind mehr als 6 Millionen Menschen an Osteoporose erkrankt. Mit zunehmendem Alter steigt das Risiko, zu erkranken. Vor allem Frauen im fortschreitenden Alter sind betroffen. Hier erfahren Sie alles, was Sie zur Behandlung, Therapie und zur Ursache von Osteoporose wissen müssen. Außerdem finden Sie hier hilfreiche Tipps für die Pflege bei Osteoporose.

Über die Krankheit Osteoporose

Bei einer Osteoporose werden die Knochen der Erkrankten porös sowie löcherig und die Knochendichte nimmt ab. Sie werden daher anfälliger für Brüche. Die systemische Skeletterkrankung kann alle Knochen im Körper befallen und dafür sorgen, dass die Knochenmasse weniger wird, die Knochenstruktur zerstört und folglich das Risiko für Brüche erhöht wird.

Wichtig bei Osteoporose ist es, dass die Krankheit früh erkannt wird, damit die Behandlungsmaßnahmen schnell begonnen werden. Meist wird die Krankheit erst bei Knochenbrüchen genauer in Betracht gezogen. Für eine erfolgreiche Behandlung sollte sie aber schon im frühen Stadium erkannt werden.

Dabei gibt es zwei unterschiedliche Formen der Osteoporose:

  1. Die primäre Osteoporose
    Diese Form tritt am häufigsten bei Frauen nach den Wechseljahren oder im hohen Lebensalter auf und entsteht ohne jegliche Vorerkrankungen.
  2. Die sekundäre Osteoporose
    Sie ist eine Begleiterscheinung und tritt zu oder nach anderen Krankheiten auf. Diese sind zum Beispiel: Schilddrüsenüberfunktion, Diabetes.
    Die sekundäre Osteoporose ist weniger verbreitet als die primäre.

Folgende Symptome weisen auf eine Osteoporose hin:

  • Plötzlich auftretende Knochenbrüche (Spontanbrüche)
  • Ermüdungsbrüche
  • Wirbelkörperbrüche
  • Hüft- und Knieschmerzen
  • Eingeschränkte Bewegungsfähigkeit
  • Rücken krümmt sich zum sogenannten „Witwenbuckel“
  • Rückenschmerzen
  • Krümmung der Wirbelsäule und das sogenannte „Tannenbaumphänomen“

„Witwenbuckel“ durch die durch Osteoporose bedingte Rückenkürmmung.

Ursachen der Osteoporose

Häufig ist Osteoporose die Folge von Erkrankungen oder Medikamenten. So können zum Beispiel Hormonstörungen ein Grund für den Abbau des Knochengewebes sein. Besonders Frauen sind nach der Menopause durch den Abfall des Hormons Östrogen Risikopatientinnen.

  • Fortschreitendes Lebensalter
  • Bewegungsmangel
  • Schlechte Ernährung
  • Nikotin- und Alkoholgenuss
  • Fehlernährung (wenig Kalzium und Vitamin D)
  • Weibliches Geschlecht
  • Untergewicht
  • Familiäre Vorbelastung
 

Behandlung & Pflege bei Osteoporose

Wie auch bei anderen Krankheiten, sollte bei der Pflege bei Osteoporose auf einige Umstände geachtet werden, um Risikofaktoren für den weiteren Knochenabbau auszuschließen. Diese Tipps sollten bei der Pflege bei Osteoporose beachtet werden:

  • Kalziumreiche Ernährung: Viel Kalzium befindet sich unter anderem in grünem Gemüse und in Milchprodukten.
  • Viel Sonnenlicht: Vitamin D ist wichtig, wenn das Risiko auf Osteoporose besteht. Alternativ helfen Vitamin D3 Tabletten.
  • Untergewicht entgegenwirken: Achten Sie auf einen BMI (Body-Mass-Index) über 20, um die Folgen der Osteoporose zu mindern.
  • Tabakkonsum reduzieren: Um die Nährstoffversorgung in der Knochensubstanz weiterhin zu gewährleisten, sollten Zigaretten entwöhnt werden.

Um Osteoporose vorzubeugen oder im Anfangsstadium zu entschleunigen, hilft Bewegung. Besonders leichte Wassergymnastik wird bei Osteoporose empfohlen, da die Verletzungs- oder Sturzgefahr gering ist und die Gelenke und Knochen durch das Wasser geschont werden.

 

Pflegegrad bei Osteoporose

Schon bei leichten Stürzen, die bei gesunden Menschen keine Auswirkungen haben, kann es bei Osteoporose-Patienten zu Knochenbrüchen mit schweren Folgen kommen. Besonders im Alter, wenn die Schritte unsicherer werden, kann es bei kleinen Stufen oder Treppen schnell zu Stolperfallen kommen. Deswegen sollte der Alltag in der Pflege bei Osteoporose so gut wie möglich unterstützt werden. Mit den Leistungen der Pflegeversicherung kann ein Teil der Kosten der Pflege bei Osteoporose abgenommen werden.

Jeder Antrag wird individuell betrachtet und deswegen kann die Pflegebedürftigkeit immer anders eingestuft werden. Auch weitere Krankheiten oder die allgemeine Beweglichkeit des Patienten spielen eine Rolle für die geforderte Pflegeleistung. Erfahren Sie hier mehr über Pflegegrad & Pflegegeld.

Je nach Ausprägung und Entwicklung der Krankheit können die Pflegegrade (früher Pflegestufen) 1 bis 5 vergeben werden. Zu den Besonderheiten in der Pflege bei Osteoporose gehören folgende Maßnahmen:

  1. Umbau und wohnraumverbessende Maßnahmen
  2. Hilfsmittel wie Gehhilfen oder Rollatoren
  3. Unterstützung von Personen oder Pflegekräften