Hausnotruf: Hilfe auf Knopfdruck

11.01.2022 Promedica24 Redaktion
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Es ist ein Horrorszenario für viele alte Menschen in der eigenen Wohnung zu stürzen. Ohne Aussicht auf schnelle Hilfe kann eine solche Situation schnell gefährlich werden. Ein Hausnotruf-System kann Notfälle zwar nicht vorbeugen, sie vermitteln aber das Gefühl, schnell Hilfe zu erhalten, wenn sie gebraucht wird. Die meisten Hausnotruf-Systeme verfügen über eine Freisprechfunktion, sodass Betroffene von überall in ihrer Wohnung Hilfe herbeirufen können.

Hilferuf geht über Telefonanlage  

Weit verbreitet sind tragbare Hausnotrufgeräte entweder in Form eines Arm- oder Halsbandes. Das Funksignal geht an die Telefonanlage der Wohnung und wird weiter an eine Notrufzentrale geschickt. Es gibt sowohl Basisgeräte, die ausschließlich in Kombination mit einer festinstallierten Telefonanlage funktionieren, als auch mobile Geräte für unterwegs.

Beispielsweise bieten ambulante Pflegedienste eigene Hausnotrufsysteme an. Im Falle eines Unfalls fahren die Pflegekräfte dann umgehend zur Wohnung, um Erste Hilfe zu leisten und bei Bedarf eine Überführung in ein Krankenhaus zu veranlassen.

Kosten für Hausnotruf-Systeme

Ähnliche wie beim Telefonanschluss verlangen einige Anbieter ein einmaliges Installationsentgelt. Hinzu kommt die monatliche Nutzungsgebühr. Bei Menschen mit einem anerkannten Pflegegrad kann ein Hausnotruf als Hilfsmittel über die Pflegekasse abgerechnet werden.

Hausnotruf für Demenzkranke

Wenn ein Mensch an Alzheimer erkrankt, beginnt er Dinge zu tun, die für gesunde Menschen höchst unlogisch sind. Aufgrund des oft gestörten Tag-Nacht-Rhythmus schlafen Demenzerkrankte oft tagsüber und werden erst nachts richtig aktiv. Sie bewegen sich in der Wohnung auf und ab, vergessen den Rollator und fallen hin.

Häusliche Betreuung ersetzt Notrufsysteme

Ein Hausnotrufsystem ist sinnvoll, wenn Senioren alleine leben oder zusammen mit einer Person, die ihnen im Falle eines Unfalls keine Erste Hilfe leisten könnte. Angehörigen gibt es ein sicheres Gefühl, wenn die pflegebedürftige Person nicht auf sich alleine gestellt leben muss. Eine Rundum-Betreuung für Senioren im eigenen Zuhause unterstützt beim Aufstehen und Setzen, hilft beim Gehen und vielen anderen Herausforderungen der Mobilität im Alter. Darüber hinaus werden alle wesentlichen Aufgaben des Alltags den Familien abgenommen.