Mobilität im Alter: Bedeutung, Bewegungsarten und Hilfsmittel

13. Februar 2023 Promedica24-Redaktion
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    Dass die Mobilität im Alter nachlässt, ist normal. Gerade deswegen sollten Senioren aktiv daran arbeiten, ihre Bewegungsfähigkeit zu erhalten, um möglichst lang ein selbstständiges Leben führen und ein hohes Maß an Lebensqualität genießen zu können. Die Bedeutung von Bewegung im Alter sollte nicht unterschätzt werden.

    Betreuungskraft unterstützt bei der Mobilität

    Das Wichtigste im Überblick

    • Mobilität im Alter ist wichtig – nicht nur für die körperliche, sondern vor allem auch für die geistige Gesundheit.
    • Senioren, die sich körperlich fit halten, leiden seltener an Depressionen und Herz-Kreislauf-Erkrankungen.
    • Gute Sportarten im Alter sind beispielsweise Schwimmen, Nordic Walking, Tanzen und Joga.
    • Bewegungseinschränkungen im Alter können mit Mobilitätshilfen kompensiert werden; Physiotherapie kann in bestimmten Fällen ebenfalls hilfreich sein.

    Warum Mobilität im Alter wichtig ist

    Mobilität im Alter ist sowohl für den Körper als auch für die Seele von Senioren von großer Bedeutung. Gerade im Ruhestand, in dem soziale Kontakte im Arbeitsumfeld weitestgehend wegfallen, bedeuten Beweglichkeit und Mobilität nicht nur soziale Teilhabe, sondern auch Teilhabe am gesellschaftlichen Leben. Und das wiederum hat positive Auswirkungen auf die Lebensqualität von Senioren: Isolation und Einsamkeit im Alter werden vermieden und soziale Bindungen gestärkt.

    Deswegen ist es wichtig, Bewegungseinschränkungen im Alter vorzubeugen und den Körper und die Gelenke beweglich zu halten. Denn eins ist gewiss: Wer im Alter fit genug ist, um soziale Kontakte zu pflegen, bleibt dank der geistigen Anregung länger gesund, leidet seltener an Depressionen und hat ein stärkeres Immunsystem.

    Welche Bewegungsarten sind für Senioren gut geeignet?

    Senioren sollten bei der Wahl der Bewegungsarten vor allem auf die Schonung ihrer Gelenke Wert legen. Seniorengerechte Bewegungsarten sind beispielsweise:

    • Radfahren: Die zyklischen Bewegungen beim Radfahren sind äußerst gelenkschonend – vor allem für die im Alter oft angegriffenen Kniegelenke.
    • Nordic Walking: Nordic Walking trainiert die Kniegelenke. Wenn Sie unter Schulterproblemen oder Arthrose leiden, sollten Sie aber erst mit Ihrem Arzt absprechen, ob Nordic Walking für Sie geeignet ist.
    • Wandern: Schon leichte Wanderungen wirken sich positiv auf das Herz-Kreislauf-System aus und verbessern die Ausdauer.
    • Schwimmen und Wassergymnastik: Beim Schwimmen wird das eigene Körpergewicht reduziert. Die Bewegungen in der „Schwerelosigkeit“ sind so gelenkschonend wie sonst keine andere Sportart.
    • Tanzen: Beim Tanzen wird nicht nur die Beweglichkeit gefördert, sondern auch das Gleichgewicht. Nicht zu vergessen: Tanzen macht Spaß und eignet sich gut zum Kontakte knüpfen.
    • Gymnastik/Joga: Mit Gymnastik und Joga können Senioren bestens in Bewegung bleiben und ihre Muskulatur stärken.

    Viele der genannten Sportarten eignen sich auch dann, wenn bereits Bewegungseinschränkungen im Alter vorhanden sind. Wenn Sie Ihre Mobilität im Alter erhalten möchten, ist es wichtig, die eigenen Grenzen zu achten und das Sportprogramm an die persönlichen körperlichen Voraussetzungen anzupassen.

    Bewegungseinschränkungen im Alter sind aber kein Grund, ganz auf sportliche Betätigung zu verzichten, ganz im Gegenteil: Wenn Sie sich regelmäßig und gezielt bewegen, stehen die Chancen gut, dass sich Bewegungseinschränkungen wieder bessern oder sogar zurückbilden. In bestimmten Fällen ist Physiotherapie gut geeignet, um wieder auf die Beine zu kommen.

    Hilfsmittel zur Mobilitätsförderung

    Wenn die Mobilität im Alter eingeschränkt ist, gibt es verschiedene sogenannte Mobilitätshilfen, mit denen alte Menschen aktiv bleiben können:

    • Rollatoren: Diese fahrbaren Gehstützen gibt es in verschiedenen Ausführungen und mit unterschiedlichem Zubehör. Sie ermöglichen es Senioren, trotz Bewegungseinschränkungen selbstständig zu laufen und aktiv zu bleiben.
    • Gehstöcke: Bei Gangunsicherheiten helfen Gehstöcke bei der Stabilisierung und verbessern die Körperhaltung.
    • Rollstuhl: Wer unüberwindbare Schwierigkeiten beim Laufen hat, kann auf einen Rollstuhl zurückgreifen. Um auch weitere Strecken draußen zurücklegen zu können, bieten sich elektrische Modelle an.
    • Elektromobile: Elektronische Scooter bieten sich für Senioren an, die zwar noch laufen können, aber Schwierigkeiten haben, weite Strecken zu Fuß zurückzulegen.
    • Treppensteigehilfe: Probleme beim Treppensteigen treten im Alter häufig auf. Eine Treppensteighilfe kann es Senioren beispielsweise ermöglichen, länger in ihren eigenen vier Wänden zu leben.

    Mobilität im Alter erhalten: Promedica24 unterstützt Sie und Ihre Angehörigen 

    Die Bedeutung von Bewegung im Alter sollte nicht unterschätzt werden. Sie wirkt sich positiv auf die Lebensqualität von Senioren und auf die körperliche Gesundheit aus: Bewegung stärkt das Herz-Kreislauf-System, hält den Blutdruck stabil und stärkt das Immunsystem. Auch das Risiko für viele weitere Krankheiten wie Arteriosklerose, Osteoporose und Diabetes wird durch Mobilität im Alter deutlich gesenkt.

    Machen sich die ersten Bewegungseinschränkungen im Alter bemerkbar, sind Mobilitätshilfen gut geeignet, um trotz der Einschränkungen möglichst gut ohne Hilfe auszukommen. Und wenn es doch nicht mehr ganz allein geht, gibt es immer noch die Betreuungsangebote von Promedica24.

    Bei Fragen zu unserem Betreuungsangebot stehen Ihnen unsere Berater auch mit einem persönlichen Gespräch vor Ort zur Verfügung. Die Beratung ist für Sie kostenfrei und findet im besten Fall am Wohnort des pflegebedürftigen Angehörigen statt.

    Autor: Promedica24-Redaktion

    Datum: 13. Februar 2023

    Der Beitrag wurde mit besonderer redaktioneller Sorgfalt von der Promedica24-Redaktion verfasst und geprüft.