Zahnpflege im Alter

23.12.2021 Promedica24 Redaktion
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Das Zähneputzen ist lebenslang ein wesentlicher Bestandteil der Körperhygiene. Die Zahnpflege im Alter ist ein besonders sensibles Thema der täglichen Hygiene. Pflegebedürftige Senioren sind im Alter meist nicht mehr so beweglich. Das Zähneputzen will nicht mehr gelingen. Die Gründe dafür sind sehr individuell. Die Abnahme der Fingerfertigkeiten, Folgen von psychischer Erkrankungen oder Nebenwirkungen bestimmter Medikamente machen das tägliche Zähneputzen zu einer Herausforderung. Regelmäßiges Zähneputzen beseitigt Bakterien und beugt Entzündungen vor. Anders formuliert: Geraten vermehrt Bakterien über die Blutbahn zu den Organen, kann das zu schwerwiegenden Organschäden, Herzinfarkte, Schlaganfälle und nicht zuletzt zu Erkrankungen im Mund-Rachen-Raum führen.

Tipps für die Mundpflege Zuhause

Die Mundhygiene ist also eine effektive Form der Prophylaxe zahlreicher gesundheitlicher Gefahren. Darum sollte:

  • zweimal täglich der Mundraum mit milder Zahnpflege geputzt werden.
  • sofern vorhanden, das künstliche Gebiss mindestens zweimal täglich und nach Bedarf gespült werden. Dafür gibt es Brausetabletten. Des Weiteren sollte die Prothese händisch gebürstet werden.
  • regelmäßig das Angebot der Zahnarzt-Prophylaxe in Anspruch genommen werden.
  • auf bestehende oder auftretende Entzündungen im Mundraum geachtet werden. Eventuell muss auf eine antibakterielle Zahnpasta zurückgegriffen werden.

Bei leichten Entzündungen helfen Mundspülungen aus der Drogerie und Apotheke. Bei schwerem Verlauf sollte ein Zahnarzt zurate gezogen werden. Dieser kann verschiedene Hilfsmittel, Tricks und Kniffe beim Zähneputzen mit mobilitätseingeschränkten Senioren zeigen. Somit sollte die Zahnpflege im Alter wieder gelingen.

Entzündungen im Mundraum: Zahnarzt aufsuchen

Zahlreiche Hilfsmittel können das Zähneputzen mit Senioren deutlich erleichtern. Eines der bewährtesten Hilfsmittel ist die elektrische Zahnbürste. Sie übernimmt die feinfühligen Bewegungen. Der Druck auf das Zahnfleisch wird reduziert. Aufsätze für Handzahnbürsten erhöhen die Griffigkeit. Das verringert die Gefahr, dass die Zahnbürste aus der Hand gleitet.

Ist die selbständige Mundhygiene nicht mehr möglich, so müssen Andere diese Aufgabe übernehmen. Die Zahnpflege ist für Menschen ein sensibles Thema. Wenn die Mundhygiene nicht mehr selbst durchgeführt werden kann, so können sich Patienten von einer ausgebildeten Betreuungskraft dabei unterstützt lassen. Neben der Grundpflege übernehmen unsere ausgebildeten Betreuungs- und Pflegekräfte die Rundum-Betreuung bei Ihnen Zuhause.