Altersdepression

06.01.2022 Promedica24 Redaktion
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Neben der Demenz gilt die Depression als zweithäufigste Begleiterkrankung des Alterns. Die Altersdepression bringt einige Besonderheiten mit sich, die den Umgang mit dem eigenen Umfeld deutlich erschweren können.

Anzeichen der Altersdepression oft mit Demenz verwechselt

Zumeist tritt eine Altersdepression als Begleiterscheinung zu körperlichen Erkrankungen auf. Betroffene Senioren haben oft den Eindruck, die körperlichen Gebrechen würden durch die Depression verstärkt werden. Die häufig mit einer Demenzerkrankung in Zusammenhang gebrachten Vergesslichkeit und Konzentrationsstörungen sind auch Anzeichen für eine beginnende Depression. Das macht es den Betroffenen selbst schwer, sich der Situation bewusst zu werden.

Diagnose durch Ausschlussverfahren

Zu den verstärkt wahrgenommenen körperlichen Gebrechen kommen psychische Belastungen wie Hoffnungs- und Antriebslosigkeit, Angstzustände oder Suizidgedanken. Ältere Menschen mit Depression ziehen sich oft tagelang in ihre Schlafräume zurück, trinken und essen kaum. Sie bewegen sich wenig. Dieses krankheitstypische Verhalten verschlechtert den Allgemeinzustand zusätzlich. Die Diagnose im Alter geht häufig über die Untersuchung der Gehirnfunktionen. Angehörige können meist nicht den Unterschied zwischen einer beginnenden Demenz und einer altersbedingten Depression erkennen. Menschen mit Demenz versuchen unbewusst zu verheimlichen, dass sie auf Hilfe angewiesen sind. Altersdepressive Menschen rücken dagegen die eigene Überforderung immer wieder in den Mittelpunkt.

Mehr Depressive in Seniorenheimen

Etwa 5 % der gesamten Bevölkerung in Deutschland leidet an einer Depression. Experten zufolge, wird diese Tendenz steigen. In der Gruppe der Senioren leidet jeder fünfte unter Depression. Unter den Menschen in Seniorenheimen steigt der Anteil an Erkrankten mit Altersdepression auf 30 – 40 Prozent % an. Dieser Umstand zeigt, dass Menschen im eigenen Haushalt länger gesund bleiben. Senioren sollte der Lebensabend in den eigenen vier Wänden deshalb ermöglicht werden. Wenn ältere Menschen ihren Alltag nicht mehr selbst bewältigen können, dann sind unsere Betreuungskräfte für Sie da. Sie übernehmen die Aufgaben im Haushalt und schaffen so Freiräume für die Genesung der Betroffenen. Die Angehörigen werden entlastet. Und das wichtigste, sie bleiben als Familie zusammen.