Wohnformen im Alter – 10 Optionen für Wohnen im Alter

30.03.2022 Promedica24 Redaktion
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Viele ältere Menschen möchten in ihrer letzten Lebensphase möglichst lange und möglichst unabhängig in den eigenen vier Wänden verweilen. Doch wenn Krankheit, körperliche Altersbeschwerden oder ein Abbau der geistigen Fähigkeiten den Alltag erschweren, stellt sich rasch die Frage, wie Wohnen im Alter machbar ist. Wir haben für Sie 10 Wohnformen im Alter zusammengetragen.

Das Wichtigste in Kürze

  • Die Wünsche nach Wohnen im Alter sind sehr individuell.
  • Neben den eigenen Vorstellungen sind die Kosten entscheidend.
  • Senioren können für bestimmte Wohnformen finanzielle Mittel beantragen.
  • Ebenfalls von Bedeutung ist der gesundheitliche Zustand der Senioren. Denn nicht jede Wohnform ermöglicht die selbe umfangreiche Betreuung und Pflege.

Diese Wohnformen im Alter gibt es

Für das Wohnen im Alter gibt es mehr Möglichkeiten als häufig gedacht.

Ambulantes Wohnen

Die klassische Wohnform im Alter, die sich viele Menschen für ihren Lebensabend wünschen: das ambulante Wohnen. Beim ambulanten Wohnen bleibt die Person im Alter zu Hause in der vertrauten Umgebung. Sie kann entweder noch für sich selbst sorgen oder bekommt beispielsweise durch Angehörige oder einen ambulanten Pflegedienst Unterstützung. Ein Ortswechsel ist mit der stationären Wohnform verbunden. Er ist entweder dauerhaft oder nur vorübergehend. Dazu zählen etwa die Kurzzeitpflege oder die Unterbringung in einer Seniorenresidenz. Einige Wohnformen lassen sich weder in die Kategorie „stationär“ noch in die Kategorie „ambulant“ so richtig einordnen. So gehört etwa der Lebensabend im Ausland zu den sonstigen Wohnformen.

Im eigenen Haus oder in der eigenen Wohnung wohnen Senioren, die noch für sich selbst sorgen können, problemlos. Sie sind noch rüstig genug, um den Alltag aus eigener Kraft zu bewältigen: Einkaufen, für sich kochen oder Körperpflege funktionieren ohne Unterstützung. Allerdings muss die Wohnumgebung häufig an die geänderten Bedürfnisse angepasst werden. Umbaumaßnahmen sind erforderlich, um aus einer normalen Wohnung eine Seniorenwohnung oder auch Altenwohnung zu machen. Vielleicht muss ein Treppenlift eingebaut werden oder Handwerker müssen das Bad barrierefrei gestalten. Zudem lohnt es sich in vielen Fällen, über die Anschaffung eines Hausnotruf-Systems nachzudenken.

Selbstständig zu Hause

Verlieren Senioren an Eigenständigkeit, entschließen sich oft Angehörige, die Pflege und Betreuung zu übernehmen. Kinder nehmen die Eltern bei sich selbst auf oder ziehen wieder ins elterliche Haus. Die Versorgung geschieht in vertrauter Umgebung und durch vertraute Gesichter. Für die Verwandten beziehungsweise pflegebedürftigen Personen gibt es Unterstützung in Form von Pflegekursen und Pflegegeld. Dennoch sollte die Belastung bei dieser Art Wohnen im Alter für Verwandte oder pflegende Freunde bedacht werden.

Pflege durch Angehörige

Wenn pflegende Angehörige an ihre persönlichen Grenzen geraten oder es sich um einen schweren Pflegefall handelt, ist professionelle Hilfe gefragt. Ein ambulanter Pflegedienst kommt zu den Senioren nach Hause und unterstützt mit einer Reihe von Leistungen: Die Pflegekräfte übernehmen körperbezogene Pflegemaßnahmen und Betreuungsaufgaben wie die Förderung von Sozialkontakten. Außerdem sind sie für die medizinische Krankenpflege zuständig, wechseln etwa Verbände oder injizieren Medikamente. Auch bei der Haushaltsführung unterstützen sie, putzen oder kochen. Zudem vermitteln sie Hilfsdienste wie Essen auf Rädern. Angehörige sowie Senioren bekommen von ihnen Antworten und Ratschläge zu Pflegethemen.

Pflege durch Betreuungskräfte

Sogenannte polnische Pflegekräfte sind eine weitere Option: Meist als Pflegehilfskräfte oder Haushaltshilfe für Senioren kümmern sie sich im Rahmen einer Alltagsbetreuung um Haushalt, Körperpflege, Mobilität und Ernährung. Eine Rundum-Betreuung ist durch sie ebenfalls möglich. Ab Pflegegrad 2 stehen sogenannte Pflegesachleistungen zur Finanzierung derartiger Optionen zur Verfügung.

Senioren-WGs

Bei WG denkt man eher an Studenten als an eine der Wohnformen im Alter. Tatsächlich ist diese Form des Zusammenlebens in den letzten Jahren aber auch bei Senioren immer beliebter geworden. Jedes WG-Mitglied wohnt in einem eigenen individuell eingerichteten Zimmer oder gar einer Wohnung. Gemeinschaftliche genutzt werden dagegen etwa Küche, Bad, Esszimmer und Wohnzimmer. Weil Ausgaben wie Strom oder Internet geteilt werden, wohnt es sich in einer Seniorenwohngemeinschaft günstiger. Außerdem können sie sich gegenseitig unterstützen und sind nicht allein. Eine besondere Form ist die Demenz-WG: An Demenz Erkrankte, Pfleger und Betreuer wohnen und leben hier zusammen.

Stationäres Wohnen

Manchmal sind ältere Menschen außerhalb der eigenen vier Wände besser aufgehoben: Dort erhalten sie intensivere Pflege, kommen in Kontakt mit anderen Menschen oder haben Zugriff auf mehr Angebote. Heimbewohner werden dabei durch das Heimgesetz beziehungsweise durch die Landesheimgesetze der einzelnen Bundesländer geschützt.

Kurzzeit-/Verhinderungspflege

Sowohl bei der Kurzzeit als auch bei der Verhinderungspflege handelt es sich um vorübergehende Wohnformen.

Bei der Kurzzeitpflege wird eine pflegebedürftige Person für maximal 56 Tage im Jahr stationär untergebracht. Die Kosten tragen die Pflegekassen. Kurzzeitpflege findet zum Beispiel nach dem Krankenhausaufenthalt einer älteren Person statt: Wohnformen im Alter wie das selbstständige Wohnen zu Hause sind dann zeitweise nicht möglich. Die Person benötigt Pflege und Betreuung, bis sie sich von ihrer Operation oder Krankheit erholt hat.

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Die Verhinderungspflege kommt dann zum Tragen, wenn pflegende Privatpersonen erkranken oder sich im Urlaub von der anstrengenden Pflege einmal erholen möchten. Voraussetzung für eine Übernahme der Kosten durch die Pflegeversicherung: Die pflegende Person muss die pflegebedürftige Person bereits ein halbes Jahr gepflegt haben. Dann bezahlt die Versicherung eine Ersatzpflege für höchstens vier Wochen pro Jahr. Diese findet zum Beispiel in einer vollstationären Einrichtung statt.

Tages-/Nachtpflege

Kann eine Betreuung tagsüber nicht stattfinden, weil die betreuende Person beispielsweise berufstätig ist, besteht die Möglichkeit der Tagespflege. Senioren wohnen und schlafen dabei regulär zu Hause. Meist holt ein Fahrdienst sie aber morgens ab und bringt sie in ein Seniorenheim. Dort können sie an verschiedenen Aktivitäten teilnehmen und werden gut versorgt. Abends bringt sie der Fahrdienst wieder zurück. Bei der Nachtpflege verbringt der Senior oder die Seniorin entsprechend die Zeit vom Abend bis zum Morgen in einer Einrichtung, etwa bei gestörtem Tag-Nacht-Rhythmus.

Betreutes Wohnen/Seniorenresidenz/Pflegeheim

Für diese Wohnformen im Alter ist ein dauerhafter Umzug in eine entsprechende Einrichtung charakteristisch. Beim betreuten Wohnen leben die Seniorinnen und Senioren in eigenen Wohneinheiten – oft in einer Wohnanlage. Ein Betreuungsdienst kümmert sich um sie, möglichst große Selbstständigkeit im Alltag steht aber im Vordergrund und wird auch entsprechend gefördert. Seniorenresidenzen unterscheiden sich davon vor allem in Ausstattung, Komfort und Service. Beispielsweise gibt es ein eigenes Hallenbad oder eine Sauna. Benötigen ältere Menschen schließlich umfassende Pflege und Betreuung und kann diese zu Hause nicht gewährleistet werden, ist ein Pflegeheim die Lösung. Neben Aktivitäten zur Förderung des Soziallebens wird dort intensiv pflegerisch und medizinisch betreut.

Weitere Wohnformen

Eher ungewöhnliche oder auf ganz spezielle Situationen ausgelegte Wohnformen haben wir hier für Sie aufgelistet.

Lebensabend im Ausland

Sonnenschein und Meeresrauschen statt verregnetem Wetter: So manch einen zieht es im Alter ins Ausland, um dort in angenehmem Klima den Lebensabend zu genießen. Die Deutsche Rentenversicherung zahlt bei vorübergehenden Aufenthalten im Ausland die Rente in bisheriger Höhe. Auch wer dauerhaft in ein EU-Land, nach Liechtenstein, Island, Norwegen oder in die Schweiz zieht, bekommt weiterhin seine volle Rente ausgezahlt. Langfristige Aufenthalte in anderen Ländern können allerdings Einbußen bedeuten. Um nach einem Umzug ins Ausland Freunde zu finden, tragfähige soziale Netze zu knüpfen und im Alltag zurechtzukommen, ist es wichtig, die entsprechende Landessprache zu beherrschen.

Selbst wer auf Hilfe und Pflege angewiesen ist, darf im Übrigen den Traum vom Rentnerleben unter Palmen leben: Mittlerweile gibt es beispielsweise in Thailand speziell auf Deutsche ausgerichtete Pflege- und Betreuungseinrichtungen. Die Pflegekosten fallen hier in der Regel niedriger aus als in Deutschland.

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Mehrgenerationenhaus

Wie der Name schon sagt, wohnen in einem Mehrgenerationenhaus mehrere Generationen unter einem Dach: Kinder, Eltern, Großeltern. Jede Generation beziehungsweise jede Familie, jedes Paar oder jede Einzelperson hat dabei ihren eigenen persönlichen Wohnbereich. Meist werden einige Räume noch gemeinschaftlich genutzt. Der Gedanke dahinter ist, dass sich Alt und Jung bei dieser Wohnform begegnen, unterstützen und voneinander lernen können. Diese Art des Zusammenlebens ist auch abseits von Familie und Verwandtschaft möglich.

Palliativpflege

Stellt die herkömmliche Pflege und Medizin die Heilung von Krankheiten in den Vordergrund, so konzentriert sich die Palliativmedizin auf die Lebensqualität eines sterbenden oder unheilbar kranken Menschen. Schmerztherapie, die Behandlung von Symptomen, psychosoziale sowie spirituelle Aspekte haben größte Bedeutung. Auch den Angehörigen wird Rat und Trost gespendet. Je nach Zustand findet die Palliativpflege im eigenen Zuhause oder auf Palliativstationen beziehungsweise in sogenannten Hospizen („Herberge für Sterbende“) statt.

Wohnbedürfnisse im Alter

Wir alle brauchen einen Rückzugsort, an dem wir uns wohlfühlen und entspannen können. Wo wir uns sicher und aufgehoben fühlen, auch wenn wir krank sind oder es uns schlecht geht. An das Wohnen im Alter stellen Senioren aber oft noch einmal besondere Ansprüche. Mobilität, Unterstützung durch andere und Gemeinschaft stehen für sie häufig im Vordergrund.

Mobilität

Wer nicht mehr so gut gehen kann, auf einen Stock, Rollator oder gar einen Rollstuhl angewiesen ist, benötigt eine möglichst barrierefreie Wohnung. Maßnahmen wie ein zweites Treppengeländer oder Haltegriffe im Bad befriedigen ein erhöhtes Sicherheitsbedürfnis und verhindern Unfälle. Senioren mit verminderter Sehkraft profitieren von einer guten Ausleuchtung der Räume.

Hilfe durch andere

Im Alter lassen die körperlichen und geistigen Kräfte nach, Betreuung und Hilfe durch andere Personen wird nötig. Sind helfende Hände schnell zur Stelle, wenn es sein muss? Möglicherweise wird auch eine Betreuung rund um die Uhr nötig. Spätestens dann muss die Möglichkeit gegeben sein, mit einer Betreuungsperson zusammenzuleben.

Gemeinschaft

Der Mensch als soziales Wesen benötigt zwischenmenschlichen Kontakt. Sind die Kinder längst ausgezogen, sterben die gleichaltrigen Freunde und der Partner weg, besteht schnell die Gefahr von Einsamkeit im Alter. Auch eine verminderte Mobilität oder Krankheit tragen das ihre dazu bei. Bestimmte Wohnformen sind auf Gemeinschaft ausgelegt und verhindern die Vereinsamung.

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