Demenz: „Hilfe ich werde vergesslich“

17.05.2018 Promedica24 Redaktion
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Vergesslichkeit bei Demenz

Wer kennt das nicht? Im Keller angekommen, aber Sie wissen nicht mehr, was Sie dort wollten? Oder Sie suchen Ihre Brille oder das Telefon? Schnell kommt die Frage auf: „Bin ich dement?“ Vergesslichkeit ist das Hauptkennzeichen von Demenz. 

Wer regelmäßig Termine, wie das wöchentliche Treffen mit der Kegelgruppe öfter vergisst oder wem neue Umgebungen Schwierigkeiten bereiten, der sollte den Hausarzt aufsuchen. Heute werden erste demenzielle Veränderungen sehr schnell erkannt. Gedächtnisstörungen können auch viele andere Ursachen haben, es muss nicht immer gleich Demenz sein.

Im Alter lässt die Hirnleistung genauso wie die körperliche Kraft nach. Früher hieß es „Oma wird tüdelig“ – heute wird oft viel zu schnell Demenz vermutet. Dabei sind fast 1,6 Millionen Menschen nach Angaben der Deutschen Alzheimer Gesellschaft derzeit in Deutschland an Demenz erkrankt. Jährlich kommen etwa 300 000 Personen hinzu.

Erste Anzeichen für Vergesslichkeit bei Demenz:

  • fehlendes Kurzzeitgedächtnis
  • ein fehlendes Wort im Satz
  • Konzentrationsprobleme
  • Datum oder die Tageszeit sind unklar
  • Orientierungsprobleme

Umgang mit der Krankheit

Wenn die Diagnose Demenz feststeht, ist das für Betroffene wie auch ihre Angehörigen eine große Herausforderung. Im tagtäglichen Umgang mit den Kranken verspüren viele Menschen eine große Unsicherheit. Was oftmals fehlt, sind Ansprechpartner und Hilfestellungen. Wichtig ist, sich beraten zu lassen und Unterstützung anzunehmen. Menschen können ihr Wesen verändern. Das ist für die Angehörigen oft schwieriger als für den Erkrankten selbst. Oft finden externe Betreuer leichter Zugang. Denn sie kennen die Person ja nicht anders und gehen mit den Veränderungen ganz anders um als die Angehörigen.

Quelle: Deutsche Alzheimer Gesellschaft e. V. (2016)